Die Schwarzen Schafe 2008
Das Schwarze Schaf 2008: Lothar Bölck
Der Leipziger ist bereits seit Jahrzehnten als Autor und in Gruppen in der Szene aktiv (unter anderem in Pfeffer- und in der Zwickmühle) und tritt jetzt mit seinem ersten Soloprogramm „Macht Los!" auf. Mit seinem politischen Kabarett gelingt ihm eine „Meisterleistung der Sprachakrobatik und Mimik - oft bis an die Schmerzgrenze" (Märkische Oderzeitung).
2. Platz: Ludger K.
Der Duisburger mit Freude an der überraschend boshaften Pointe laviert eloquent "zwischen Scharfsinn und Schwachsinn, zwischen MTV und Phoenix". Mit seinem Debütprogramm "Große Worte - kleine Gemeinheiten" führt er Stand-up-Comedy und politisches Kabarett zu einer neuen Synthese.
3. Platz: Uli Masuth
Der Duisburger ergründet in seinem Programm „Glaube Hoffnung Triebe" vor allem letzteres – vom „"Krieg-Spielen-Trieb" eines G.W. Bush" bis zum „ "Quassel- Trieb" von Talk- Tycoonen wie Jean Baptiste Kerner". Die „Süddeutsche Zeitung" bescheinigt ihm eine ausgezeichente „Mischung aus kumpelhaftem Erzählen, spitz- züngigem Kommentieren und dem Legen des Fingers in die offenen Wunden des politischen Alltags".
Die Kandidaten
Die anderen Finalisten
Auch diese drei Künstler waren beim großen Finale am 26. April dabei. Von allen Kabarettisten stehen Videos aus den Vorrunden in Moers, Emmerich, Wesel und Krefeld zum Ansehen bereit. Über die Links zu ihren Homepages lässt sich noch mehr über sie erfahren.
Mehr Bild- und Pressematerial gibt es hier.
Martin Maier-Bode
In seinem Programm „Schnitzeltaxi – Deutsches Ethnokabarett" bietet Martin Maier-Bode „einen Integrationskurs für Inländer und geht der Frage nach: Wer sind wir Deutschen eigentlich?" Maier-Bode war als Autor und Regisseur schon für unzählige Kabaretts und Sendungen von Käpt'n Blaubär bis zur Distel aktiv.
Axel Pätz
ist der künstlerischer Alleskönner unter den Kabarettisten. Der Hamburger und studierte Musiker komponiert, musiziert, schauspielert – insbesondere im Kinder- und Jugendtheater, aber auch in der Improtheatergruppe "Die Spieler" – sang a-capella, leitet einen Kinderchor, ist Sprecher und Sänger bei Hörspielproduktionen und neuerdings auch – Nachwuchskabarettist.
Matthias Seling
ist Stand-up Comedian aus Köln, der dort das harte Handwerk der Köln Comedy Schule lernte. Er war unter anderem schon bei Nightwash zu sehen, trat bei Stefan Raab auf und erreichte einen 2. Platz bei den Comedy Hot Shots auf Pro7. Sein eigenes Programm „One Night Stand Up" hatte 2005 Premiere.
Im Finale leider nicht dabei, aber auch mit großartigen Auftritten überzeugen konnten diese zehn Kandidaten, von denen jeweils ein Video die Highlights aus den Vorrunden zeigt.
Antje Basedow
Die Hamburgerin und diplomierte Pädagogin präsentiert mit ihrem ersten Programm „Ein richtig schönes Gefühl", das seit 2005 ständig aktualisiert wird, „Kabarett zwischen Herzensangelegenheiten und praktischer Lebenshilfe im maroden Sozialstaat". Die Gewinnerin des Klagenfurter „Herkules" scheut auch vor brisanten Themen wie Rassismus, Gebärstreik und dem Unternehmen Deutschland nicht zurück.
Benjamin Eisenberg
ist als 1982 geborener Satiriker einer der jüngsten Bewerber, der dennoch schon viel Erfahrung sammeln konnte – unter anderem beim Schwarzen Schaf 2003 und zusammen mit dem ebenfalls antretenden Ludger K. Welt online sieht in dem Bottroper mit Hang zur politischen Spitze schon jetzt „einen scharfzüngigen Burschen in der Nachfolge eines Dieter Hildebrandt".
Daniel Helfrich
spielte jahrelang als Pianist bei Jazzkonzerten, trat aber auch als Sänger in Gruppen wie den "Crazy Petticoats" auf. Im Dezember 2006 hatte sein erstes abendfüllendes Kabarettprogramm "Alle mal die Hand heben" Premiere. Gerade ist der musikalische Routinier ins Jahresfinale der Talentschmiede des Quatsch Comedy Clubs in Berlin eingezogen. Ab Februar 2008 wird er außerdem die Moderation des Kultursalons - Offene Bühne Frankfurt übernehmen.
Kabarett Rotstift
Kabarett Rotstift sind Josefine Gartner und Sieglinde Lösch. Das Duo befasst sich in seinem Programm "Dumm is, wenn de Andern gscheida san" mit der "Relativität der Dummheit in Politik und Alltag". Für ihre engagierte Politanalyse wurde Kabarett Rotstift 2006 bereits mit dem Tassilo-Förderpreis ausgezeichnet.
Florian Kopp
Der studierte Musiker macht „Typenkabarett aus Bayern", natürlich mit „Köppchen". In seinem Debütprogramm „Flohzirkus" betreibt der Münchener bayerische Milieustudien, setzt „seinem Publikum die Flöhe ins Ohr", indem er die verschiedensten heimischen Rollen wie den „niederbayerischen BMW-Fahrer aus Überzeugung" lebensecht an den Niederrhein bringt.
Das Liederensemble des Münchner Sommertheaters
Isabelle Scheiber, Sebastian Korp und Ramon Bessel sind Schauspieler und Musiker und lassen die Helden verschiedener Dramen zu Wort kommen. Unter dem Motto "Dem Sommer eine Stimme geben" inszeniert das Trio eine musikalische Reise durch die Welt der klassischen Komödie.
Mimi Messner
ist gelernte Tänzerin und Germanistin. Mit viel schwarzem Humor und Berliner Charme gibt sie eine Presseschau über die skurrilen Absurditäten des deutschen Medienwahnsinns – und stößt dabei auf Katastrophen- souvenirs, Anti-Terror-Spielzeug und atomare Gegenschläge.
Die Qualkommission
Die Qualkommission ist ein bayrischstämmiges Duo, bestehend aus Matthias Frohn und Andreas Hofmeir. In ihrem neuen Kabarettprogramm „Das Wunder von Fern" liefern die beiden versierten Musiker Hochpolitisches gnadenlos pointiert: Sie helfen der Gazprom-Stiftung bei der Verleihung des Mahatma Gandhi-Friedenspreises und ergründen die Geheimnisse der katholischen Gynäkologie.
Thilo Seibel
Der Kölner ist ein begnadeter Parodist und führt eine Zweitexistenz als Bruce Willis. Aber auch Stoiber und Münte gehören zu seinem Repertoire und in seinem Programm "Keine Gefangenen" demonstriert er auf überraschende Weise die Zusammenhänge komplizierten Weltgeschehens ganz neu, wenn er als „kleiner Mann aus Köln die Struktur des Föderalismus auf englisch vortanzt".
Max Uthoff
Der Münchener betreibt mit seinem ersten, mehrfach preisgekrönten Soloprogramm „Sie befinden sich hier!" eine umfassende Bestandsaufnahme über „Orientierungslosigkeit, die Frage der nationalen Identität und die Parteienlandschaft". „DerWesten.de" sieht darin die Standortbestimmung eines „Künstlers, der imstande ist, Details des Alltags zu erkennen, die Perspektive zu wechseln und politisch Heikles ohne Zeigefinger anzudeuten."
Sehen Sie hier ein Video mit Highlights aus den Programmen von acht der sechzehn Kandidaten der Zwischenrunden. Mit dabei sind Das Liederensemble, Max Uthoff, Thilo Seibel, Axel Pätz, Kabarett Rotstift, Benjamin Eisenberg, Lothar Bölck und Antje Basedow.

















