Konzept
Der Preis wird zu Ehren von Hanns Dieter Hüsch (1925-2005), dem „Schwarzen Schaf vom Niederrhein“, vergeben.
Bei der ersten Preisverleihung im Jahr 1999 war Hanns Dieter Hüsch, der „niederrheinische Weltgeist“, der Schirmherr der Veranstaltung; er überreichte dem Sieger des ersten Wettbewerbs, Matthias Brodowy, persönlich den Preis.
Der Wettbewerb soll die Erinnerung an Hanns Dieter Hüsch und sein künstlerisches Lebenswerk bewahren, das eng mit der Region Niederrhein verbunden ist. Seine Nachfolger im Genre sollen sich an seinem Vorbild orientieren und sein künstlerisches Schaffen durch ihre Arbeit lebendig erhalten und weiterentwickeln, ganz nach Hüschs Motto: „Kapitulation ja, Resignation nie. Optimismus ungern, Zuversicht immer”.
Die Kooperation der Niederrhein-Städte Emmerich, Wesel, Moers, Krefeld und Duisburg in der Region, die Hüsch liebte und die er in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit rückte, bedeutet auch eine künstlerische Aufwertung für diesen auf den zweiten Blick liebenswerten Landstrich.
Der Ablauf
Aus allen eingegangenen Bewerbungen wählt die Jury insgesamt 16 Einzelkünstler oder Gruppen aus.
Die ausgewählten 16 Bewerber werden dann zu acht öffentlichen Vorentscheidungen in den Partnerstädten Moers, Emmerich, Wesel und Krefeld eingeladen. Dort treten pro Abend vier Bewerber auf und stellen einen 20-minütigen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm vor.
Jeder Kandidat tritt jeweils in zwei Städten vor Publikum und einer Fachjury auf. Das Publikum wählt in jeder Stadt und an jedem der acht Abende einen Sieger; die Fachjury bewertet in jeder Stadt erst am zweiten Abend (nachdem alle acht Kandidaten der jeweiligen Stadt aufgetreten sind) die Bewerber: Der Sieger erhält maximal 40 Punkte, der Zweitplatzierte 35 Punkte, der Drittplatzierte 30 Punte etc. Am Ende der vier Vorrunden werden die Punkte aller vier Städte addiert und die sechs Bestplatzierten reisen zum Finale nach Duisburg.
Das große Finale
Die Endausscheidung mit anschließender Preisverleihung findet am 24. April 2010 in Duisburg statt. Die sechs in den Partnerstädten nominierten Bewerber präsentieren noch einmal 15 Minuten ihres aktuellen Programms.
Aus den sechs Darbietungen der Finalisten ermittelt die Jury die Preisträger, wobei das Votum des Publikums mit zwei Stimmen in die Entscheidung einfließt. Der Vorsitzende der Jury begründet das Urteil und überreicht gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins und einem Vertreter der Stiftung Mercator die Preise.
Der Träger des ersten Preises stellt an dem auf die Verleihung folgenden Sonntag sein komplettes Siegerprogramm im Duisburger Kleinkunsttheater „Die Säule” vor.
Neben dem Geldpreis erhalten die Sieger des Wettbewerbs eine Skulptur des Duisburger Künstlers Gerd Losemann. Darüber hinaus werden sie zu Gastspielen in den Partnerstädten eingeladen.
Der Gesamtpreis hat eine Höhe von 12.000 Euro und wird gestaffelt verliehen. Der erste Preis ist mit 6.000, der zweite Preis mit 4.000 und der dritte Preis mit 2.000 Euro dotiert.

