Die Finalisten


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HengstmannBrüder


Sebastian und Tobias Hengstmann entstammen einer Magdeburger Kabarettdynastie. Großvater Erich Hengstmann war Gründer des ersten Kinderkabaretts der DDR, Vater Frank Hengstmann gehört seit etwa 45 Jahren zur Magdeburger Kabarettszene. 2003 standen die Brüder erstmals als Duo auf der Bühne. Sie erhielten 2004 den Jugendkulturpreis Sachsen-Anhalt, 2005 den Ostdeutschen Kleinkunstpreis und 2008 die Auszeichnung „Reinheimer Satirelöwe“. Zusammen mit ihrem Vater sind sie Inhaber einer eigenen Kabarettspielstätte in Magdeburg.

Nils Heinrich


Nils Heinrich machte in Berlin Bekanntschaft mit der Lesebühnenszene, sammelte an offenen Mikrofonen erste Lorbeeren und gründete bald eine eigene Lesebühne, die „Brauseboys“ im Wedding. 2005 erreichte er den zweiten Platz beim „Hamburger Comedy Pokal“, 2007 gewann er den „Swiss Comedy Award“, 2009 war er für den Prix Pantheon nominiert. Momentan tourt er mit seinem Solo „Die Abgründe des Nils“ durchs Land. Er lebt in Stuttgart.

Uli Masuth


Uli Masuth ist Wahl-Weimarer, Komponist, Kabarettist, Klavierist, hat Musik und Germanistik studiert und ist seinen zwei Söhnen manchmal ein ganz passabler Vater, sagt Frau Masuth. Dass er den Nerv der Zeit trifft, dafür stehen sein letztes Programm mit über 600 Vorstellungen sowie Rundfunk- und Fernsehauftritte in Deutschland und der Schweiz. Seit März 2009 ist er mit seinem dritten Soloprogramm „Ein Mann packt ein“ auf Tour.

Michael Sens


Nach seinem Musikstudium arbeitete Michael Sens als Orchestermusiker, Komponist und Musikalischer Leiter an diversen Theatern. Zusätzlich studierte er Gesang. 1991 erreichte er beim ersten Gesamtdeutschen Bundesgesangswettbewerb den ersten Platz in der Sparte Chanson/Song und begann eine Karriere als Musical-Sänger. Seit 2006 widmet er sich dem Kabarett, tourt mit seinen Soloprogrammen durch die Kabarettszene und erhielt zahlreiche Preise.

Ensemble Weltkritik


Zwei arbeitslose Jungakademiker folgen als Duo wider Willen den Vorgaben ihres Sachbearbeiters der Agentur für Arbeit und bringen ein Kabarettstück auf die Bühne. Bettina Prokert und Maxim Hofmann, als „Ensemble Weltkritik“ mehrfach ausgezeichnet, liefern in einer virtuos-amüsanten Show den Beweis für die gewagte ­Behauptung: „Stimmung ist unser zweiter Vorname!“ Das Leipziger Ensemble existiert seit 2006 und erhielt für sein Programm u.a. den Ostdeutschen Kabarettpreis „Cabinet“ 2007 sowie den Bielefelder Kabarettpreis 2008.

Joachim Zawischa


Joachim Zawischa ist Schauspieler und Kabarettist, studierte Musik und Theologie und erhielt mehrere Preise als Textdichter. Er produzierte u.a. die CD „Blinder Passagier“ mit ausschließlich eigenen Songs (Nachwuchspreis junger Songpoeten). Von zahlreichen Soloabenden ist „Vorn ist Hinten“ das zweite Kabarettprogramm.

 

 

 

Weitere Kandidaten der Vorrunden


Harald Arndt


geb. 1967 in Wuppertal, zum Drucker ausgebildet, war vier Jahre Soldat auf Zeit. Kaufmännische Um-, Aus- und Weiterbildung, arbeitete in Personalabteilungen zweier Unternehmen. Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Sieben Jahre Dozent für EDV-Kurse und seit 2003 IT-Berater. Erster kabarettistischer Auftritt im Jahre 2005, danach zwei Jahre Gelegenheitskleinkünstler. Eigenes Soloprogramm seit 2008.

Jürgen Beckers


Der 1964 geborene hauptberufliche Lehrer ist seit 1999 mit unpolitischen Programmen in der Kabarettszene, vornehmlich im Rheinland, gemeinsam mit seinem Musiker Harald Claßen unterwegs. Politisch gefärbte Auftritte hatte er mehrmals in den Fernsehsitzungen „Wider den tierischen Ernst“ aus Aachen.

Seit 2009 beschäftigt sich Beckers verstärkt auch mit politischen Themen, wie seinem Sommerspecial 2009 („Abhauen oder abfracken?“). Signifikant für seine Programme sind Beobachtungsgabe und Sprachwitz.

 

Andre Kaiser


 

Andre Kaiser erklomm erst spät die Kleinkunstbühnen Berlins. Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaft arbeitete er sechs lange Jahre als Sportredakteur bei SAT.1, bis er erkannte, dass sein wahres Talent nichts mit Fußball zu tun hat. Was ihn auf die Bühne treibt? Die Antworten auf Fragen zu finden, die sich so noch keiner gestellt hat: Warum passiert jeden Tag auf der ganzen Welt immer nur so viel, dass die Tagesschau genau 15 Minuten dauert?

 

Lorman


Lorman über sich selbst: Geboren 1965 in Holzminden. 1984 Aufnahme eines Studiums der ... ich glaube, es waren Sportwissenschaften. 1986 Aufgabe des Studiums der ... jetzt bin ich sicher, es waren Sportwissenschaften! Seit 1998 Kameramann. Seit 1999 Vater, seit 2004 zweifacher Vater. Im Jahre 2005 belustigte ich erstmalig Menschen mit Selbstgedichtetem …

Knuth und Tucek


Die eine (Tucek) aufgewachsen in Zürich, umzingelt von tschechischer Verwandtschaft und dem Lifestyle der Donaumonarchie. Tritt das Erbe der Mutter an, wird Sängerin, verschreibt sich aber den Volksmusiken Österreich-Ungarns und dem Theater. Die andere (Knuth) trägt die Bürde dynastischer Prädisposition mit Wiener Charme und der Gelassenheit der Zürcher Goldküste. Hat sich zwischen den Familienberufszweigen Bühnenkunst und Vereinte Nationen für das „Kasperltum“ entschieden. Zusammen sind sie seit 2006 „Knuth und Tucek“.

Tilman Lucke


Tilman Lucke, Jahrgang 1984, aus Berlin, ist schon immer kabarettistisch tätig, beruflich seit 2005. Er schrieb und spielte bisher drei politisch-literarische Soloprogramme, für Herbst ist das nächste mit dem Titel „Bildungslucke“ geplant. Nebenher leitet er Kabarettkurse und Textworkshops. 2008 erhielt er ein Stipendium der GEMA-Stiftung für Textdichter und 2009 das Heilbronner Rombach-Stipendium.

Björn Pfeffermann


Der gebürtige Franke Björn Pfeffermann lebt seit 1999 in München und arbeitet dort als Kabarettist und Autor. Beim Bayerischen Fernsehen schreibt er Texte für Sendungen wie „Ottis Schlachthof”. 2004 eroberte Pfeffermann mit seinem ersten Solo „Frankengymnastik” die deutschen Kabarettbühnen. Das aktuelle Programm „Glückspilzvergiftung” brachte ihm im letzten Jahr zwei Auszeichnungen ein: den „Reinheimer Satirelöwe“ und den „Melsunger Kabarettpreis“.

Peter Rodemeyer


Bühnenerfahrungen sammelte Rodemeyer als Hardrock-Bassist. Dann wollte er etwas Härteres machen: Kabarett. 2005 begann er auf den offenen Bühnen des Landes, wurde bald für die Kölner Reihe „Escht Kabarett“ entdeckt, überzeugte bei der Kölner Theaternacht 2006 sowie 2007 und bei „Bochum Total“ 2007 und 2008. Seine Leistungen wurden u.a. honoriert mit einer Nomi­nierung zum Kabarettpreis „Fohlen von Niedersachsen 2007“ und dem „Dortmunder PoKCal 2008“. Außerdem moderiert er seit 2006 die Open Stage im Djäzz in Duisburg.

Christoph Tiemann


Christoph Tiemann, Schauspieler, Autor und ­Kabarettist, lebt und arbeitet in Münster. Seit 2005 gehört er zum Autorenteam der Satiresendung „Zugabe“ (WDR 2), schreibt für „Spaß 5“ und „Neugier genügt“ (WDR 5) und die Satiresendung „Intensivstation“ (NDRinfo). 2009 startete seine Kolumne „Tiemanns Wortgeflecht“ (WDR 5). Als Schauspieler ist er als Ensemblemitglied des placebotheaters sowie durch Gastspiele in Münster und Oberhausen bekannt. Seit 2008 ist er mit kabarettistischen Texten auf Tour.

Veri, der Abwart


Der Luzerner Thomas Lötscher, geboren 1960, kam erst vor wenigen Jahren als Reifling zum Kabarett. Daneben schreibt er für Andere Texte, führt gelegentlich Regie. Enge Heimat, Erstberuf Wirtschaftsinformatik und Volkstheater prägten diesen schweizer Alltagsphilosophen. In seinem ersten Programm verkörpert er die linkische Figur „Veri, der Abwart“. Trocken und pointiert. Werktagskabarett halt.